
21 Oktober 2026, Mittwoch, 18:30 Uhr
Begleitprogramm zur Ausstellung Klingel bei Anna – 100 Jahre queeres Leben in Lichtenberg
Panel-Diskussion: Was heißt „queer“ auf…?
Migrationsgeschichte und Queerness prägen viele Lebensrealitäten zugleich. In der Panel-Diskussion sprechen queere Migras aus Lichtenberg und Berlin darüber, wie Herkunft, Identität und gesellschaftliche Ausgrenzung zusammenwirken. Gemeinsam werfen wir einen Blick auf Intersektionalität, Doppelmarginalisierung und gelebte Erfahrungen.
In Kooperation mit der AG Migrantische Linke Lichtenberg
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Wer queer ist, weiß, wie es ist, in zwei Welten zu leben – in der einen müssen wir uns einer heteronormativen Gesellschaft mit frigiden Geschlechterrollen anpassen; in der anderen können wir sein, wer wir sind, und lieben, wen wir wollen.
Auch migrantische Menschen leben ständig in verschiedenen Welten. Es gibt Situationen, in denen wir einen essenziellen Teil von uns verstecken müssen, in der Hoffnung, akzeptiert zu werden, bspw. wenn migrantische Menschen, ihre Muttersprache nicht sprechen, sei es, weil es ihnen verboten wird oder weil sie es selbst „uncool“ finden, da es sie anders macht.
Stigmatisierung und Diskriminierung, andererseits aber bunte Vielfalt und stark ausgeprägte Kultur zeichnen die queeren und migrantischen Communities aus. Wie ist es also, wenn diese Welten aufeinanderprallen und interagieren? In einer Gesellschaft, die uns gern in Schubladen einsortiert,wie ist es, in keine oder mehrere gleichzeitig zu gehören? Gleichzeitig stellen sich Fragen über Begriffe und kulturelle Unterschiede. Was für Wörter werden
auf anderen Sprachen genutzt, um Queerness auszudrücken? Wie wird queere Kultur gelebt in migrantischen Haushälten?
In einer Panel-Diskussion besprechen queere Migras 1. und 2. Generation, wie Herkunft, Identität und gesellschaftliche Ausgrenzung zusammenwirken. Die AG Migrantische Linke Lichtenberg hat folgende Personen zum Panel eingeladen:
Kila (sie/ihr) ist MTL-Auszubildende und Mitorganisatorin von Cơm Together (viet-deutscher Communitytreff).
Ilias (er/ihm) macht derzeit seinen Master in Museumsmanagement und -kommunkation. Davor studierte er Bildende Kunst und Film, wo der Schwerpunkt seiner Arbeit auf queeren Repräsentationen und Archivierungsprozessen lag. Geboren und aufgewachsen in Montpellier in Südfrankreich, hat er algerische und maltesische Wurzeln.
Hanka (sie/ihr) ist in Berlin aufgewachsen und hat polnische familiäre Migrationsgeschichte. Sie hat sechs Jahre in Warschau gelebt, studiert und gearbeitet. Als Sozialarbeiterin bei LesLeFam e.V. (Lesben Leben Familie) setzt sie sich für mehr queere Sichtbarkeit und Unterstützungsangebote in den Berliner Ostbezirken ein.
Khang (dey/deren, er/ihn) ist Sprecher der AG Migrantische Linke Lichtenberg und organisiert kulturelle Community-Events im politischen Rahmen. Dey ist aufgewachsen in Marzahn-Hellersdorf und Kind vietnamesischer Vertragsarbeiter:innen.
Moderiert wird von So-Rim (sie/ihr), Psychologin und seit 2010 im Bereich Anti-Rassismus und queere Vielfalt tätig.
Zum Event gibt es kleine Snacks von Về Nhà Catering (@venha.berlin) und alkoholfreie Getränke
vom Museum.